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Zunftname: Biel - Bocker Zunft Ruf: 3 x Biel-Bocker Zunftmeister: Achim Schellenbaum Mitglieder: 247 Hästräger: 93 Biel-Bocker (Weißnarren), 15 Bauern, 16 Hardtweible
Brauchtum des “Bielbocker“ Seit eh und je wird den Irndorfen in der Fasnet der Name „Biel-Bocker“ nachgesagt. Der Ursprung dieses Namens ist in der Geschichte des Ortes und seinen Bewohnern zu finden.
Einen Biel, auch Hügel genannt, gibt es auf dem ganzen Heuberg. Den Irndorfern wurde früher eine Art Sturheit gegenüber der Obrigkeit nachgesagt, sie bockten. So sind die Irndorfer also die Bocker vom Biel Betrachtet man das Gemeindewappen Irndorfs, erkennt man drei Bühle (auf schwäbisch Biel). Diese Biele gibt es auf dem ganzen Heuberg. So gibt es in Irndorf unter anderem einen Schönbühl, Steinbühl und Böschenen Bühl. Die Ähren auf den Bielen des Wappens stehen für die Lebensweise der Irndorfer und die Verbundenheit mit der Landwirtschaft. Die zwei Äxte zeigen das typische Arbeitswerkzeug für den Wald.
Ursprünglich lebten die Irndorfer von der Waldbeweidung und von der Rodung des Waldes. So entstand in Irndorf eine typische Rodungssiedlung. Das Leben war sehr arbeits- und entbehrungsreich. Die harte Arbeit im Wald und in der Landwirtschaft zeichnete die Leute in Art und Wesen. Nicht immer gelang es den kargen Böden für den langen harten Winter genügend Nahrungsmittel und Futter abzuringen.
Des weiteren waren die Irndorfer gezwungen, kaum aufzubringende Abgaben an die Obrigkeit zu richten. Zudem mussten sie dem herrschaftliche Schäfer mit seinen Schafen das Abweiden Ihrer Wiesen gewähren.
Dies führte zu dauerndem Streit und Verweigerungen der Irndorfer gegenüber den herrschaftlichen Anweisungen. Die Folge war, dass die hohe Gerichtsbarkeit des Ruggerichts öfters harte Strafen gegen die Irndorfer aussprach. Selbst Ende des 18. Jahrhunderts verweigerten die Irndorfer im Napoleonischen Krieg den feindlich eingefallenen Truppen vorerst jede Herausgabe von Nahrungsmitteln.
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