Gästebuch 1

Gästebuch

Narrenzunft Irndorf e.V.

www.narrenverein-irndorf.de

Kontakt:
Zunftmeister
Achim Schellenbaum
Höhenstraße 7
78579 Irndorf
Tel. 07466/910677

Zunftname:   Biel - Bocker Zunft
Ruf:   3 x Biel-Bocker
Zunftmeister:  Achim Schellenbaum
Mitglieder: 247
Hästräger:     93 Biel-Bocker (Weißnarren), 15 Bauern, 16 Hardtweible

Brauchtum des “Bielbocker“
Seit eh und je wird den Irndorfen in der Fasnet der Name „Biel-Bocker“ nachgesagt. Der Ursprung dieses Namens ist in der Geschichte des Ortes und seinen Bewohnern zu finden.

Einen Biel, auch Hügel genannt, gibt es auf dem ganzen Heuberg. Den Irndorfern wurde früher eine Art Sturheit gegenüber der Obrigkeit nachgesagt, sie bockten. So sind die Irndorfer also die Bocker vom Biel
Betrachtet man das Gemeindewappen Irndorfs, erkennt man drei Bühle (auf schwäbisch Biel). Diese Biele gibt es auf dem ganzen Heuberg. So gibt es in Irndorf unter anderem einen Schönbühl, Steinbühl und Böschenen Bühl.
Die Ähren auf den Bielen des Wappens stehen für die Lebensweise der Irndorfer und die Verbundenheit mit der Landwirtschaft. Die zwei Äxte zeigen das typische Arbeitswerkzeug für den Wald.

Ursprünglich lebten die Irndorfer von der Waldbeweidung und von der Rodung des Waldes. So entstand in Irndorf eine typische Rodungssiedlung. Das Leben war sehr arbeits- und entbehrungsreich. Die harte Arbeit im Wald und in der Landwirtschaft zeichnete die Leute in Art und Wesen.
Nicht immer gelang es den kargen Böden für den langen harten Winter genügend Nahrungsmittel und Futter abzuringen.

Des weiteren waren die Irndorfer gezwungen, kaum aufzubringende Abgaben an die Obrigkeit zu richten. Zudem mussten sie dem herrschaftliche Schäfer mit seinen Schafen das Abweiden Ihrer Wiesen gewähren.

Dies führte zu dauerndem Streit und Verweigerungen der Irndorfer gegenüber den herrschaftlichen Anweisungen. Die Folge war, dass die hohe Gerichtsbarkeit des Ruggerichts öfters harte Strafen gegen die Irndorfer aussprach.
Selbst Ende des 18. Jahrhunderts verweigerten die Irndorfer im Napoleonischen Krieg den feindlich eingefallenen Truppen vorerst jede Herausgabe von Nahrungsmitteln.

Masken- und Häsbeschreibung des “Bielbocker“

Jede Maske wurde, bzw. wird von Hand geschnitzt und ist somit ein Individuum. Die Masken spiegeln verschiedene Gesichts-charakterien wieder.

Jedes handbemalte Häs zeigt die Gegend in und um Irndorf. Am Kopfumhang ist zum Einen der Spaltfelsen in seiner ursprünglichen Form mit Blick auf Beuron, zum Anderen der Eichfelsen mit Blick auf´s Donautal sowie das Irndorfer Wappen zu sehen.

Auf dem hinteren Teil des Gewandes sind Stellen des Naturschutzgebietes „Irndorfer Hardt“ dargestellt. Die restlichen Teile des Gewandes sind mit seltenen Blumenarten bemalt, welche teilweise nur noch im Irndorfer Hardt zu finden sind.

 Bauerngruppe

Die Irndorfer Bauerngruppe repräsentiert das arbeitsame und entbehrliche leben auf dem kargen Heuberg. Sie sind fester Bestandteil der Irndorfer Fasnet und symbolisieren während des Narrentanzes mit ihren Werkzeugen die handwerkliche Arbeiten wie hacken, mähen und dreschen.

Hardtweible

Zu Lebzeiten war das Hardtweible ein Edelfräulein von Schloss Werenwag, aber ein ganz böses! Darum muss es jetzt des Nachts im Irndorfer- Hardt herumgeistern.

Als ihm ein Junker auf seinem Ross begegnete, riss es seine Knochenhände hoch. Das Pferd scheute so schrecklich, dass man Ross und Reiter am anderen Tag tot im Irndorfer Hardt fand.

Einen Metzger führte es bei Nacht und Nebel im Hardt so lange in die Irre bis er nicht mehr konnte und tot in einem Erdfall gefunden wurde.

Die bekannteste Tat ist die mit dem Knopfmacher. Ihn stürzte es mit Ross und Wagen einen Felsen hinunter ins Donautal, dass er zerschellte.
Seither heißt dieser Felsen Knopfmacherfelsen.
Das Hardweible ist die jüngste Figur der Irndorfer Fasnet.