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Die Muckenspritzerzunft wurde am 22. April 1993, mit ca. 50 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen.Im gleichen Jahr erfolgte die Aufnahme in den Ring der Narrenfreunde Heuberg.
Unsere Narrenfiguren basieren auf einer belegten Begebenheit aus dem Jahre 1898.
Die auf dem Felde arbeitenden Mahlstetter Bürger sahen ihren Kirchturm in eine dichte Rauchwolke gehüllt und nahmen natürlich an, in der Kirche sei ein Brand ausgebrochen. Die sogleich alarmierte Feuerwehr und die in Panik geratenen Mahlstetter Bürger rückten auch sogleich an. Zur großen Verwunderung aller Beteiligten, sowie zur Belustigung aller Unbeteiligten, entpuppte sich die Rauchwolke als kollosaler Mückenschwarm.
Seither werden die Mahlstetter auf dem Heuberg auch Muckenspritzer genannt.
Dieses Ereignis spiegelt sich in unseren Narrenfiguren wieder:
Die Muck hat die typischen halbrunden Facettenaugen der Fliege, auch am Kopfputz sowie am Umhang finden sich Farben und Formen die der Natur nachempfunden sind. Und weil die Muck ja auch im ganzen Dorf um herkommt, finden sich auf dem Kittel verschiedene Ortstypische Motive. Das Schafhaus, Das Franz von Sales Heim, das Rathaus sowie die Lippachmühle.
Der Spritzer stellt den gutmütigen, hilfsbereiten Feuerwehrmann dar. Oft mit roter Nase, vom Gesichtsausdruck mal mehr, mal weniger erstaunt. Über der Larve natürlich der Feuerwehrhelm mit Lederschutz und Haarbüscheln in den Ortsfarben. Auf dem Umhang spiegeln sich die Farben des Feuers. Auf dem Kittel ist das Ereignis von 1898 dargestellt. In der Aufstellung der Muckenspritzerzunft laufen immer mehr Mucken als Spritzer, um darzustellen dass damals wie Heute die Feuerwehr den Mückenschwarm kaum bändigen kann.
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