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Michele heißt auch die Hartheimer Fasnetfigur, dessen Ursprung bis ins 17. Jahrhundert zurückgeht. Die Bevölkerung Hartheims lebte damals überwiegend von der Landwirtschaft. Zu den Hauptbeschäftigungen der Leute im Winter gehörte neben der Reparatur der landwirtschaftlichen Geräte unter anderem die Herstellung von Mausefallen. Das Verkaufen dieser Fallen wurde von einem lebensfrohen und lustigen Hartheimer Bürger Namens Maus-Michel übernommen, der sich auf die Wanderschaft begab , um die Fallen unter die Leute zu bringen, und dabei landauf landab seinen Schabernack trieb. Selbst bis nach Paris soll dieser Michel bei seiner Tätigkeit gekommen sein.
Die Maske des Michele hat einen freundlichen Gesichtsausdruck mit schulterlangem braunem Haar
und grüner Zipelmütze. Dazu gehört ein gelbes Hemd ( mit den Initialen des Hästrägers ) und darüber eine rote ärmellose Weste, weiterhin ein blaues Halstuch und eine braune Kniebundhose mit Glöckchen an den Hosenbeinen sowie an der linken Seite eine Mausefalle aus Holz.
An der rechten Seite trägt der Michel unter der Jacke eine Tasche aus Jute.
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